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Samstag, 22.12.2020, zu Ende gehendes Jahr 0 in königlichen Zeiten von Corona

 

 

 

Lange her dass wir uns mit Neuigkeiten gemeldet haben, wir wünschten uns und allen, dass wir, wenn es notwendig ist, die richtigen Entscheidungen treffen damit unsere Lebensreise gut weitergehen kann.

 

In den letzten Monaten wünschte sich das Leben von uns, dass wir noch konkreter den Weg gehen der unseren Ideen und Werten entspricht.

 

Es erinnerte an die Reise durch die Mongolei, wir durchliefen tiefe Täler, wussten nicht wohin sie uns führten, wie wir unser Ziel erreichen sollten und hatten wunderbare Begegnungen mit Menschen. Es war anstrengend, intensiv, wunderschöne Natur die uns Kraft gab, irgendwann die Klarheit in welche Richtung wir abbiegen müssen und jetzt große Dankbarkeit für die Reise und dass wir an einem sich stimmig anfühlenden Ziel angekommen sind.

 

 

 

Jetzt konkret, wir räumten in Olching, auf packten zusammen. TÜV und H-Kennzeichen stand noch auf der to-do-Liste. TÜV kein Problem, H-Kennzeichen schon, auf Grund einiger Schönheitsreparaturen die wir selber durchgeführt haben und die nicht einem Oldtimer entsprechen der in der Garage steht und nicht wirklich benutzt wird. So unsere Wahrnehmung.

 

Wir fuhren an die bayrische-thüringische Grenze ins Biosphärenreservat Rhön und genossen die wunderschöne Natur. Schauten und erfühlten alte Grenzanlagen, Eiserner Vorhang, die uns nochmals sehr bewusst machten wie  privilegiert wir sind, dass wir Reisen können, wenn nicht gerade die Königin Corona „herrscht“.

 

Wir bekamen Kontakt zu einer Familie mit Bauernhof die uns einluden ihren Hof als Basisstation zu nutzen. Nachdem wir auf die Schnelle keine Wohnung fanden und es ab Anfang Oktober doch deutlich kühler wurde durften wir auch eine Erntehelferwohnung nutzen, was wir dankbar annahmen. Herzlichen Dank Euch! Durch diese Familie bekamen wir Kontakt zu Eric der sehr vernetzt ist und der uns in Kontakt brachte mit Menschen mit denen wir uns bald auch verbunden fühlten. Danke ihm hierfür.

 

Die Idee die wir hatten, dass Sarah in eine Schule kann wo selbstbestimmtes Lernen in einer vorbereiteten Umgebung stattfindet erwies sich relativ schnell als dort nicht wirklich lebbar. Wir hatten in Marokko schon mitbekommen, dass sich an der Schule einiges verändert, wussten aber nicht konkret was. Als wir dann ankamen und die ersten Kontakte mit der Schule hatten stellten wir fest, dass diese eine andere geworden ist wie wir sie 1 ½ Jahre zuvor kennengelernt haben.

 

Zusammen mit anderen Eltern versuchten wir unsere Ideen, unser Wissen einzubringen, um mit den Verantwortlichen einen Weg zu gehen, selbstbestimmtes Lernen in einer vorbereiteten Umgebung, an dieser Schule unter Einbeziehung der Forderungen des Schulamtes, möglich zu machen.

 

In diesem für uns dunklen Tal sahen wir kein Licht am Ende und entschieden uns abzubiegen, unsere Energie in eine andere Richtung zu lenken. Dies bedeutete für uns hier in Nordbayern, entgegen unserer Erwartung und Hoffnung, noch nicht angekommen zu sein, sondern weiter zu suchen.

 

Keine einfache aber dennoch sehr klare Entscheidung. So nahmen wir Kontakt zu einigen anderen Schulen auf in der Hoffnung bald das zu finden was unseren Vorstellungen und Werten entspricht. Die Kontaktbeschränkungen machten dieses Unterfangen nicht leichter. Umso mehr sind wir von Herzen dankbar, dass es Schulen gab die es uns ermöglicht haben sie näher Kennenzulernen. Ganz tief berührt sind wir seit einer guten Woche, wir fanden einen Platz, eine Schule, im Norden Deutschlands die unserer Idee einer freien Schule, wo junge Menschen, Lernen lernen können entspricht. Hatten berührende Begegnungen mit Menschen die dort arbeiten bzw. die jungen Menschen begleiten. Es fühlt sich schon ein bisschen an wie Ankommen. Wir hatten Kontakte mit Eltern von dieser Schule die uns Wohnungsangebote mitteilten und wir glauben es selber noch nicht so richtig aber wir haben jetzt schon eine Wohnung mit Garten am Ortsrand in die wir Anfang März einziehen können zu einem Mietpreis wie wir es uns wünschten. Wir haben vom Leben unsere Weihnachtsgeschenke bekommen und werden zu Beginn des neuen Jahres dort nochmals beginnen anzukommen.

 

Wir freuen uns sehr darauf.

 

Bei der Reflexion über die Geschehnisse dieses Jahres: im Gesamten, im Kleinen, die uns Menschen im allgemeinen betreffen oder nur uns als Kleinfamilie stellen wir fest, dass es insgesamt eher gruselig (beengend, einschränkend, herausfordernd, unsere Werte auf die Probe stellend) war und vermutlich auch weiterhin wird, wir aber tatsächlich weiter unseren Weg mit unseren Ideen und Werten gehen konnten und das ist sehr berührend und dafür sind wir sehr sehr dankbar.

 

Wir wünschen allen, dass ihr seht was es für Euch in Eurem Leben zu Sehen gibt und wenn ihr das Gefühl habt was verändern zu wollen den Mut und die Klarheit habt abzubiegen und einen anderen Weg weiterzugehen.

 

Euch allen die dies lesen und allen Lebewesen ein gesegnetes Weihnachtsfest, Geburt des Lichtes, und ein wunderbares Jahr 2021. Wir sind sehr gespannt was es bringen wird und wünschen und hoffen, dass jeder seinen Weg in Selbstbestimmtheit und Verantwortung gehen kann und darf.

 

 

 

Alles alles Liebe

 

Und viel Freude bei den Fotos

 

 

 

Martin, Stephanie und Sarah           

 

 

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