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Samstag, 30.04.2022, Walpurgisnacht

 

 

 

Mit der Hoffnung, die dunkle Jahreszeit, ohne der Möglichkeit der Zugvögel nach Süden zu ziehen, gut zu bestehen habe ich den letzten Bericht abgeschlossen und sehe gerade, bis auf die erwachende Natur, wenig beglückendes.

 

Vielleicht sollte ich still sein und um Heilung und Ordnung bitten oder doch mitteilen wie ich empfinde was ich wahrnehme. Möge ich geführt sein.

 

Ich mache Beides.

 

 

 

Möge die Nacht der Nächte Veränderung bringen. Es ist Frühling, Zeit des Aufwachens, des Neubeginns, der Kraft, der Schönheit, des Vogelgezwitschers, des Wachstums. In der Natur kann ich dies alles sehen. In der Menschenwelt nicht. Dies macht mich ratlos und irgendwie auch stimmlos, müde.

 

Es ist für mich zuviel menschengemachte Unordnung in der Welt ob Corona, Kriege, Klimakatastrophe, Verletzung der Menschenrechte, der Menschenwürde mit der Begründung mehr Macht, mehr Kapital, mehr Wachstum. Der einzelne Mensch wird nicht als gleichwürdiger Mensch egal in welchen Beziehungen gesehen. Es macht mich hilflos, ein wenig wütend und sehr müde und ich habe das Gefühl, dass es vielen Menschen so geht.

Und dann sehe ich Menschen, wie Jacqueline Flory mit ihrem kleinen Verein Zeltschule e.V., die diesen weltweiten Irrsinn, im Brennpunkt im Libanon/Syrien hautnah erlebt und trotzdem voller Kraft ihr Projekt zusammen mit ein paar MitstreiterInnnen weiter vorantreibt.

Durch dieses Projekt werden 10.000 Kinder täglich in den Zeltschulen unterrichtet, vor ausbeuterischer Kinderarbeit bewahrt und 40.000 Menschen werden mit allem Lebensnotwendigen versorgt, sodaß es möglich ist für diese Menschen ein etwas würdevolleres Leben zu leben, in Ländern wo all dies Leben geschieht was wir nicht wollen aber möglicherweise auf uns alle zukommt.

Solche Menschen und solche Projekte zeigen mir, dass es ein anderes Leben geben könnte auf dieser, unseren schönen Welt, und wie viel in scheinbar auswegslosen Situationen möglich werden kann. Danke für deren Mut und deren Tatkraft. Wer möchte unterstütze gerne diese Arbeit die eine Perspektive zeigt in einer für mich ziemlich perspektivlosen Welt. (www.zeltschule.de)

 

 

 

 

 

Nun zurück zu unserem erlebten Alltag im hohen Norden der Bundesrepublik Deutschland. Wie aus den Bildern ersichtlich hatte ich, Martin noch ein paar schöne Tage zum Abschluss der „Unterwegs-und Draußensaison und konnte die schöne Gegend wieder ein Stück näher Kennenlernen. Das ist was mir gut tut, was mir Kraft gibt. Dann ging es in ein gefühltes monatelanges Grau in grau-kühler und windiger Luft.

An Weihnachten machten wir es mit künstlichem LED ein wenig gemütlich in unserem Garten. Das Weihnachtsfeuer musste wegen Wind und Feuchtigkeit ausfallen.

 

Beim Jahreswechselfeuer nahm der kalte Wind die Wärme mit sich.

 

 

 

Es war eine für mich anstrengende Zeit mit neuer Arbeitsstelle, alles wieder Neu, neues Computersystem, neue Abläufe etc. und wenig Sonne und Freiraum, um zu tanken.

 

 

Das Thema Impfen spielte dabei auch eine Rolle. Anstatt den Genesenenstatuts zu verlängern wie es der Virologenverband mal gefordert hat, siehe letzter Bericht wurde er ohne Begründung verkürzt auf 3 Monate. Ohne Worte.

 

 

Was tun? Ich spürte wie sich ein Dilemma anfühlt, hatte nicht mehr die Kraft mich jedem Tag mit diesem Thema auseinanderzusetzen und stellte mich zusammen mit vielen anderen Menschen, an einem regnerischen Novembertag im Freien an, um nach einigen Stunden den Status zu erhalten, dass ich, ohne zusätzlichen Aufwand und Blicken weiter arbeiten durfte.

 

 

 

Wir haben es wieder geschafft die dunkle Jahrezeit zu durchleben und konnten jetzt an Ostern ein wenig wieder Auferstehen am Steinhuder Meer, 50 km nördlich von uns wo wir sonnige Tage draußen verbringen durften. Wir hörten den Vögeln zu, hörten das Wasser plätschern, beobachteten Haubentaucher beim Paarungsritual, sahen wunderschöne Farben, fanden Ostereier, bewegten uns und saßen Draußen. Das macht uns Freude und tut uns gut.

 

 

Wir sind glücklich, dass wir hier in Hameln ein Firma gefunden haben die unseren Kühlschrank reparieren konnte. Dieses Thema beschäftigt uns schon seit wir unseren Unimog haben und hatten bislang nie jemanden kompetenten für die Reparatur gefunden.

 

Aktuell steht der Unimog nach der „Osterreise“ auch in der Werkstatt wegen leichtem Ölverlust am hinteren rechten Vorgelege. Wir hoffen und wünschen, dass es nur eine Dichtung ist. Wir warten gespannt auf Infos aus der Werkstatt.

 

An Christi Himmelfahrt gibt es den ersten kleinen Urlaub und wir freuen uns darauf weiter hier entdecken zu gehen um schönes zu sehen uns und unseren Gefühlen, unserem Sein Gutes zu tun in der Natur.

 

 

 

Wir sind sehr gespannt wie es mit den Kriegs-Klimasituationen auf der Welt weiter geht. Mögen die Menschen Heilung erfahren und Macht, Ressourcen und Kapital zum Wohle Aller einsetzen. Mögen sich die Ängste in Mut verwandeln, ein anderes, für alle Lebewesen sinniges und gleichwürdiges Leben zu führen.

 

Dies wünschen wir von Herzen und mögen wir Alle Gute und schöne Erfahrungen in den nächsten Tagen und Wochen geschenkt bekommen.

 

 

 

In diesem Sinne

 

eine wunderbare Zeit

 

 

Martin, Stephanie und Sarah

 

 

PS: Wir wünschen allen Müttern einen wunderschönen Muttertag

 

 

 

 

 

 

 

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