Olching, 04.02.2018

 

 

 

Ein Zwölftel des Jahres 2018 ist schon vorüber. Die Welt dreht sich noch in ihrem natürlichen Kreislauf. Viele Politiker, Manager, Ökonomen drehen sich auch im Kreis und sehen die Welt nicht und was sie wirklich braucht. Sie haben verlernt außerhalb ihres Kreises, Wachstum zu sehen, erste Knospen, Schneeglöckchen, Krokusse, die ihren Kopf dem ewigen Licht der Sonne entgegenstrecken, Menschen die wachsen...

 

Wir haben im neuen Jahr Menschen entdeckt die weiter schauen und ganz praktisch Ideen, Notwendigkeiten umsetzen. Zum Beispiel ein 18 jähriger aus dem Chiemgau, in Bayern, der als "Andersspieler" mit dem "Kaufhaus des Guten"  zu Amazon auftritt. Über seine Plattform kann man Bücher, Musik, Filme bestellen ein gewisser Prozentsatz geht an ein Projekt, dass der örtliche Pfarrer in Südamerika betreut, mit dem Geld wird Waisenkindern beigestanden.

 

Hier der entsprechende Link:

 

 

 

https://kadegu.buchhandlung.de/shop/magazine/130052/aktuell_bei_uns.html

 

 

 

 

 

Weiter haben wir im Radio Bayern 2, "1 zu 1 der Talk" von einer Frau erfahren die einen Verein gegründet hat, Zeltschule e.V. .  Dieser Verein baut und betreut im Libanon, in den dortigen Flüchtlingslagern, Zeltschulen. Der Libanon hat ca. 4 Millionen Einwohner und derzeit ca. 2 Millionen Flüchtlinge, viele aus Syrien. Mit einer dort lebenden Freundin werden in verschiedenen Camps Zeltschulen gebaut und die Kinder und ihre Familien mit Nahrungsmittel und Wasser versorgt. Ohne diese Versorgung könnten die Kinder nicht die Schule besuchen, da sie dann auf den Feldern für den Lebensunterhalt Mitarbeiten müssten.  Uns hat dieses Projekt die Woche sehr berührt, da diese Frau zusammen mit ihren Kindern 7 und 9 Jahre alt immer in ihrem Urlaub in den Libanon fliegt um entsprechend dort, ganz praktisch, was zu machen für diese Menschen, die für die Politik nur Spielbälle sind im Ringen um Macht und Wachstum. Wir diskutieren hier Wochen-Monatelang über Obergrenzen, ausgesetzten und dann begrenzten Familiennachzug und dabei geht es um Menschen wie du und ich und es geht um Perspektiven für eine Nachhaltigere Welt für unsere Kinder und Kindeskinder und nicht um z.Bsp. selbstfahrende Autos die ein paar Menschen bei uns reich machen aber keines unserer Probleme lösen. Mit einer Jahresmitgliedschaft von 11 € im Jahr oder mehr kann man diesen Verein der Artikel I des GG "Die Würde des Menschen ist unantastbar..." praktisch lebt, unterstützen. www.zeltschule.de

 

 

 

Letzte Woche waren wir auch mal wieder im Kino und sahen den sehr informativen und kurzweiligen Film "Free Lunch Society". Ein Film über das bedingungslose Grundeinkommen und seine Geschichte. Am meisten hat uns dabei der Gedanke inspiriert, das Arbeit nicht bezahlbar oder entlohn-bar ist. Wie soll man das messen? Wenn einem etwas sehr wertvoll ist, dann kann man es mit keinem Geld der Welt bezahlen. Eine weitere wichtige Verinnerlichung auf dem Weg zum Grundeinkommen ist wohl: Wenn jemand anderes etwas bekommt, fehlt es mir nicht daran. Also die Idee oder sogar Erfahrung: es ist genug da für Alle, es reicht für Alle. Was vielleicht schwierig ist, wieder dahin zu gelangen, nach so vielen Jahren Marktwirtschaft, in der ein unterstellter Mangel zum Konsum (ver)führen soll, und jeder Einzelne im harten Wettkampf um limitierte Dinge (Arbeitsstellen für den einen, Marktanteile für den anderen) bestehen muss. Und nicht zuletzt das Empfinden, dass jeder das Recht hat gut zu leben.

 

Es werden ja heute schon bedingungslose Grundeinkommen verlost, mehr unter www.grundeinkommen.de viel Glück dabei.

 

 

 

Trotz dieses ganzen Irrsinns auf dieser Welt leben wir unseren kleinen Familienalltag weiter. Wir feierten Weihnachten mit einem Lagerfeuer und einer kleinen Bescherung, draußen an einem Fluß aber auch mit der Familie von Stephanie im Haus.

 

Martin hat vor knapp einem Jahr aus Unachtsamkeit die Kamera fallen gelassen und dadurch wurde das Objektiv so beschädigt, dass ein Neues auf der Liste stand. Da wir auch in manchen Bereichen uns nicht ganz vor dem " Besseren, Größeren" verschließen möchten hat Martin sich ein neues Objektiv 18 x 400 zugelegt um Tiere besser fotografieren zu können. Die Leistungssteigerung ist deutlich zu sehen und in diesem Fall freut sich Martin über den Fortschritt.

 

Martin hat Mitte Dezember seine Zusage für die neue Arbeit bekommen und fährt jetzt einen 14-Tonner von morgens um 07.00 Uhr bis  gg. 16.30 Uhr. Geladen und Abgeladen wird jeweils mittels Gabelstapler, wunderbar, und es ist jeden Tag eine andere Tour. Die Touren bewegen sich zwischen 200 - 400 km und führen teilweise durch herrliche Landschaften. Bei schönem Wetter kommt so ein klein bisschen Reisefeeling auf. In den ersten Wochen war jetzt recht viel zusätzliches los, beim Ausparken Planensicherung ausgerissen, Sprung in der Windschutzscheibe, Plane zerrissen beim großen Sturm und vorletzte Woche hat sich Martin beim Aufsteigen auf die Ladefläche am Kopf so verletzt, dass es mit 4 Stichen genäht werden musste. Jetzt darf es wieder ruhiger werden.

 

Sarah feierte diese Woche noch ihren 4. Geburtstag was uns auch konkret zeigte wie die Zeit vergeht.

 

Wir wünschen ihr Alles Liebe für ihren Weg.

 

Wie alles Weitergeht? Was sind unsere nächsten Schritte? Wir werden sehen, dass wir aber immer wieder von Menschen und Institutionen hören - dazu gehören beispielsweise was das Geld angeht die GLS Bank oder die Umweltbank- die ganz praktisch was anderes, nachhaltigeres machen, das tut uns gut und wir versuchen durch Unterstützung unseren kleinen Beitrag zu leisten.

 

 

 

Wir wünschen allen dass ihr Euren guten Weg findet

 

 

 

Liebe Grüße

 

 

 

Martin, Stephanie und Sarah       

 

  

 

 

 

 

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